Ich vermisse meine Familie

30.09.2017, by johanna

Ich bin in Sicherheit – aber ist das alles? Ich sehe meinen Mann nicht mehr. Ich vermisse Tom. Ich sehe meine Tochter nicht mehr. Ich vermisse Meike. Ein dunkler Schleier hat sich um mich gelegt.

Alles, was ich tue, erlebe ich in Zeitlupe. Aus Minuten werden Stunden und aus Tagen Wochen. Ich kann nicht mehr essen, ich schlafe schlecht, ich bin müde, gereizt und aggressiv. Menschen, die man liebt, zu vermissen, sie nicht berühren zu dürfen, sie nicht ansprechen zu können, ist wie ein langsames Sterben. Der Körper lebt noch und man funktioniert irgendwie, aber die Einsamkeit umfasst einen mit einer Härte und Kälte, die einem jede Kraft entzieht. Lange halte ich das nicht mehr aus.

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